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Michelle Bolz

Ich bin Michelle, 25 Jahre alt und gelernte Diätassistentin bzw. Ernährungstherapeutin – und ich liebe meinen Beruf.

Schon als Kind haben mich Lebensmittel fasziniert. Ich wollte immer wissen, wo sie herkommen und was man daraus machen kann. Später habe ich oft das „Perfekte Dinner“ nachgespielt, weil ich Kochen und Backen für mich entdeckt habe.

Als es dann um meine berufliche Richtung ging, war vieles spannend: die medizinische Seite, das Kochen, die Ernährung selbst. Die Diätassistentin hat für mich alles verbunden – und ich wusste: Das ist mein Weg.

Nach meiner Ausbildung habe ich zwei Jahre in einer Klinik für neurologische und psychologische Patienten gearbeitet. Eine wertvolle Zeit, die mich geprägt hat.

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass da noch mehr in mir steckt – eine tiefe Leidenschaft für Lebensmittel, für Qualität und für das, was Ernährung wirklich bedeutet.

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Ronny Bolz

Ich bin Ronny, 41 Jahre alt und gelernter Koch. Viele Jahre habe ich in der Gastronomie gearbeitet – in unterschiedlichen Betrieben, immer mit dem Anspruch, mit guten, hochwertigen Lebensmitteln zu arbeiten und das Handwerk ernst zu nehmen.

2010 wurde ich für meine Arbeit als "Pâtissier des Jahres"ausgezeichnet, was meinen Weg zusätzlich geprägt hat und mir gezeigt hat, wie viel Tiefe in diesem Beruf steckt.

Doch über die Jahre hat sich mein Blick erweitert. Die Qualität der Lebensmittel ist für mich immer zentral geblieben und gleichzeitig ist der Wunsch gewachsen, noch näher an ihren Ursprung zu kommen. So habe ich begonnen, neben meiner Arbeit eigene Lebensmittel anzubauen und mit Bienen zu arbeiten.

Schritt für Schritt ist daraus mehr geworden. Heute geht es mir um den Aufbau von etwas Eigenem – um regenerative Landwirtschaft, um Kreisläufe und um ein Arbeiten im Einklang mit der Natur.

Handwerk begleitet mich dabei in vielen Formen. Ich schätze alles, was mit den Händen entsteht – ob in der Küche, im Garten oder in anderen Bereichen, die Sorgfalt und Zeit brauchen.

Unsere Geschichte 

Manchmal passieren Dinge im Leben, die wir nicht verstehen können. Dinge, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen und uns Fragen hinterlassen, auf die es keine Antworten gibt. Und trotzdem bin ich davon überzeugt, dass selbst daraus etwas Wunderschönes entstehen kann. 

​Alles begann 2021, als mein Mann und ich uns in einer Klinik für neurologische und psychologische Patienten kennenlernten. Ronny war dort Küchenleiter, ich absolvierte meine Ausbildung zur Diätassistentin. Rückblickend glaube ich nicht, dass unser Kennenlernen Zufall war.

​Schon damals träumte Ronny davon, eines Tages ein großes Grundstück zu besitzen, Lebensmittel selbst anzubauen und ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen. Und obwohl ich mir immer vorgestellt hatte, irgendwann auf einem Bauernhof zu leben, hätte ich nie gedacht, dass dieser Traum uns einmal hier her führen würde.

2023 nahm alles seinen Lauf. Wir besichtigten unser heutiges Grundstück und kurz darauf wurde ich mit unserem ersten Kind schwanger. Wir waren voller Vorfreude und schmiedeten Pläne für unsere Zukunft. Im Sommer 2024 heirateten wir – ein Tag voller Liebe, Hoffnung und dem Gefühl, dass das Leben gerade erst so richtig beginnt.

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Nur wenige Wochen später änderte sich alles.

Unsere Tochter Zsófia verstarb und plötzlich mussten wir ihre Beerdigung planen.

Ich glaube, es gibt keine Worte, die einen solchen Verlust beschreiben können. Von einem Moment auf den anderen war alles anders. Da war Leere, Schmerz, unzählige Fragen. Und immer wieder dieselbe Frage: Wie soll das Leben jetzt weitergehen?

Mitten in dieser Dunkelheit entstand ein Gedanke, der uns bis heute begleitet: Wenn Zsófia ihr Leben nicht leben kann, dann möchten wir unseres umso bewusster und lebendiger leben.

Von diesem Moment an veränderte sich unser Blick auf das Leben. Wir verbrachten immer mehr Zeit auf unserem Grundstück. Zwischen Erde, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln. In der Natur fanden wir langsam zurück zu uns selbst. Dort wurde uns bewusst, dass Wachstum auch nach den schwersten Stürmen möglich ist.

2025 wurde unser Sohn geboren und brachte neues Licht in unser Leben. Für dieses kleine Wunder sind wir jeden Tag unendlich dankbar. In der Zeit musste ich so oft an unsere kleine Zsófia denken. 

Jeder Garten beginnt mit einem Samen und unserer Samen heißt Zsófia. Aus Liebe zu ihr entstand also Zsófias.

Ein Ort, an dem wachsen kann, was wachsen will. Ein Ort der Begegnung, der Natur und des Lebens.

Denn manchmal entsteht aus einem kleinen Samen etwas viel Größeres, als man sich jemals hätte vorstellen können.

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